04.01.2008 

dar_annonSilbernes Haar, grüne Kleidung und das ich den Westbergern mehr als ein paar Menschenalter bekannt bin, haben mir wohl den beim einfachen Volk gebräuchlichen Namen „Silbereiche“ eingebracht. Meine vollständige Lebensgeschichte hier darzulegen, hieße zuviel Raum und Zeit zu beanspruchen und irgendetwas zu beanspruchen liegt mir als Elb ohnehin fern. Nun, Zeit habe ich (und im eigentlichen Sinne auch jedes andere Wesen mit Bewusstsein) genügend zur Verfügung, indessen sind die Menschen kurzlebiger und daher ungeduldig, wie ich in langen Jahren im Kontakt mit ihnen auf der Feste Westberg erfahren konnte. Tatsächlich sind, seitdem ich als Gesandter der Elfen von Grünfeld regelmäßig den herrschenden Baronen meine Aufwartung machte, in dem großen undurchdringlichen Wald des wundeschönen Grünfelds (daher vielleicht die irrtümliche Bezeichnung der Menschen „Grünfels“) gut zweihundert mal die Blätter gefallen. Gleichwohl bin ich innerhalb der steinernen Feste nicht oft anzutreffen, was nicht unbedingt in der Vorliebe meiner Rasse für Wälder gründet, sondern in dem mir durch Baron Tugelbend verliehenen Auftrag, in all den baumreichen Gegenden des Landes „nach dem Rechten“ zu sehen; zumindest verstehen es die Menschen so, welche ich mittlerweile kennen und lieben lernte. Ich sehe meine Aufgabe lediglich darin, darauf zu achten, dass die Westberger im Einklang mit dem Land und seinen Kräften, den „Alten Mächten“ leben; d.h. von dem Land nicht zuviel verlangen und ihm mit ausreichend Respekt begegnen.

In der letzten Zeit konnte mich niemand mehr auf der Feste erblicken, da die unendlichen magischen Dimensionen des Landes, mit denen ich mich sehr verbunden fühle, sich offenbarten und Westberg sich mit einem neuen Ort der dichten materiellen Welt verband. So war es auch für mich eine Art Neuanfang, wie es nach dem Nuna t'oqo * eben immer war, ist und sein wird ...

(* siehe Beschreibung der Alten Mächte)

 




 
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